Vom Home Office zurück ins Büro? — Wie wir in Zukunft arbeiten

Ist Home Office die neue Normalität oder geht es schon bald zurück ins Büro?

 

Leere Flure, unbenutzte Schreibtische und Konferenzräume — Die Pandemie hat die Arbeitswelt nachhaltig beeinflusst. War Home Office vor knapp 18 Monaten noch eher die Ausnahme, ist das mobile Arbeiten von Zuhause inzwischen Dauerzustand. Mit dem allmählich näher rückenden Ende der Pandemie stehen wir nun mehr denn je vor der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Oder besser gesagt: Wo.

 

 

Remote von Zuhause oder Unterwegs: Das sind die Vorteile und Nachteile vom Arbeiten im Home Office

#Remote: Die Pros und Cons des Home Office

 

Nach mehr als einem Jahr ist für viele Arbeitnehmer:innen die Rückkehr zum gewohnten 9-to-5-Büroalltag nur noch schwer vorstellbar. Grund dafür sind die Vorteile, die das Arbeiten aus dem Home Office mit sich bringt. Mehr Flexibilität, eine bessere Struktur und höhere Produktivität beispielsweise. Gleichzeitig steigern das entgegengebrachte Vertrauen und die Wertschätzung seitens der Arbeitgeber:innen die Motivation und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter:innen. Eine klassische Win-Win-Situation. Kein Wunder also, dass laut einer Erhebung des Beratungsunternehmens EY vier von fünf Beschäftigten auch in Zukunft zumindest zum Teil aus dem Home Office arbeiten wollen. 38 Prozent empfinden drei bis vier Bürotage pro Woche als sinnvoll, 36 Prozent wollen sogar nur maximal ein- bis zweimal ins Büro.

 

Home Office als The New Normal also? Trotz der oben genannten Vorteile warnen einige Expert:innen vor der vollkommenen Virtualisierung der Arbeitswelt. „Arbeit ist nicht nur ein sozialer Prozess, sondern auch ein sozialisierender. Arbeit gibt uns das Gefühl des Dazugehörens und Gebrauchtwerdens“, schreibt der Philosoph und Autor Reinhard K. Sprenger dazu in einem Gastartikel in der Neuen Zürcher Zeitung. Der dauerhaft fehlende oder ausschließlich digitale Austausch mit Kolleg:innen könnte somit langfristig zum Nachteil werden. „Das Wissen, das in den Köpfen der Mitarbeiter steckt, vermittelt sich nur durch physische Begegnung“, so Sprenger weiter. Dabei basiert nicht nur die Weitergabe von Wissen auf dem menschlichen Kontakt, sondern auch das Entstehen neuer Ideen und Visionen. Denn: Kreativität entsteht durch verschiedene Einzelteile, die wir immer wieder neu zusammenfügen können — ob Eindrücke von außen, Begegnungen oder Gespräche. Gerade die Big Player im Silicon Valley setzen daher auch auf die Kraft des gegenseitigen Austauschs: Die Gebäude von Google, Apple und Facebook sind bewusst so konstruiert, dass Menschen sich begegnen und miteinander kommunizieren.

 

 

Meetings im Büro, Schreibtischarbeit von Zuhause aus: Hybride Arbeitsmodelle vereinen Home Office und klassische Bürotage

#Hybrid: Das Arbeitsmodell der Zukunft?

 

Wie so oft gibt es also auch hier zwei Seiten der Medaille: Die Euphorie über die neu gewonnene Flexibilität und Selbstständigkeit einerseits, die Sorge vor der zunehmenden Desozialisierung und dem Verlust der Kreativität andererseits. Die Lösung könnten hybride Arbeitsmodelle sein. Statt sich auf Büro oder Home Office festzulegen, werden hier beide Ansätze miteinander vereint. Einige Unternehmen haben ihren Mitarbeiter:innen bereits flexiblere Arbeitsmodelle für die Zukunft zugesichert, andere sprechen sich immerhin dafür aus, ihren Ansatz zu überdenken.

Im Zuge der zumindest teilweisen Virtualisierung der Arbeitswelt verändert sich auch die Funktion des Büros als Arbeitsort. Der IT-Dienstleister Hewlett Packard Enterprise (HPE) spricht in diesem Zusammenhang von einem neuen Verständnis des Büros als Ort "der Begegnungen und des Austauschs“. Während die klassische Schreibtischarbeit künftig ohne Probleme remote stattfinden könnte, bietet das Büro den nötigen Raum, „um an Besprechungen, Team-Meetings, Workshops, Trainings oder Feiern […] teilzunehmen“.

Fazit: Goodbye „0815-Nine-to-Five-Büro“

 

Die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen, steht nicht erst seit Pandemiebeginn im Raum. Corona hat Unternehmen:innen aber dazu gezwungen, sich damit zu beschäftigen und Antworten zu finden — nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt. Das Resultat: Das „0815-Nine-to-Five-Büro“ gehört nach 18 Monaten Pandemie der Vergangenheit an. Wie das perfekte Arbeitsmodell der Zukunft aussieht, hängt jedoch immer auch vom Einzelfall ab. Während sich ein Teil der Arbeitnehmer:innen remote besser organisieren kann, verzweifelt der andere Teil schon beim Gedanken daran. Auch deshalb liegt es nahe, dass Unternehmen künftig auf hybride Arbeitsmodelle umschwenken — und damit beide Welten miteinander vereinen. So oder so zeigt sich, dass die Virtualisierung der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist und wir lediglich lernen müssen, sie optimal für uns einzusetzen.

 

 

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