Kolumne #honesttalk – Schuster bleib‘ bei deinem Leisten

In unserer Kolumne #honesttalk beschäftigen wir uns mit Themen, die uns bewegen – ob in der Gesellschaft, in unserem Arbeitsalltag oder unserer Branche. Wir stellen Fragen, sprechen Missstände an, finden Lösungen – und vor allem bieten wir Raum zur Diskussion.

 

Schuster, bleib bei deinem Leisten heißt es oft, wenn ausgedrückt werden soll, dass man über nichts reden bzw. nichts tun sollte, wovon man nichts versteht.“

Duden

 

In unserem Arbeitsalltag sehen wir uns immer wieder mit der Debatte konfrontiert, warum Marketing in Unternehmen einen zunehmend größeren Stellenwert einnimmt – und somit mehr Kompetenzen verlangt. Dabei fällt uns immer wieder auf, wie gering dabei die Bereitschaft ist, die fehlenden Kompetenzen durch neue Mitarbeiter:innen auszugleichen. Im ersten Teil von #honesttalk setzen wir uns daher mit der Vielschichtigkeit des Marketingbegriffes auseinander und fragen uns, warum noch immer das Verständnis dafür fehlt, dass Kompetenzen nicht einfach vom Himmel fallen – und nicht jede:r fähig ist, sie zu erlernen.

In der Kolumne #honesttalk erklärt VENT die Geschichte des Marketing ab 1950

Kurz und knapp: Die Geschichte des Marketings

 

Um zu verstehen, warum Marketing heute überhaupt so vielschichtig ist, machen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte des Begriffs. Denn anders als häufig angenommen, ist Marketing keine Erfindung der Neuzeit: So tauchte der Begriff schon um 1900 auf – gefolgt von ersten fundierten Konzepten ab 1950. Von da an entwickelte sich das Verständnis von Marketing als Möglichkeit zur Optimierung der Produktion Jahrzehnt für Jahrzehnt weiter. Auf erste Werbespots zur Verkaufssteigerung in den 1960ern folgte die konkrete Ansprache einer Zielgruppe in den 1970ern.

Die Achtziger widmeten sich mehr und mehr dem USP – also dem Alleinstellungsmerkmal eines Produktes –, das als Reaktion auf den immer härteren Wettbewerb galt. In den 1990ern wuchs der Einfluss des Umfeldes: Während das Marketing der Lufthansa bis dato vorwiegend auf das komfortable Reisen ausgerichtet war, stand nun zunehmend auch die Verantwortung gegenüber der Natur und Umwelt im Vordergrund. Im Zuge des sinkenden Interesses an klassischer Reklame entstanden zudem erste neue Marketingkanäle wie beispielsweise PR, Event-Marketing oder Product Placements.

Im ständigen Wandel: Marketing ab den 2000ern

 

Die wohl entschiedenste Entwicklung gab es jedoch in den vergangenen zwanzig Jahren: Mit der Jahrhundertwende – und dem rasanten Aufstieg des Online Marketing – gewannen dialogorientierte Kanäle und Formate an Bedeutung. Das klassische Sender-Empfänger-Modell wurde abgelöst von einem ständigen und unmittelbaren Austausch zwischen Unternehmen und Konsument:innen. Ab 2010 ist schließlich von einer völligen Neuinterpretation des Marketing- und Werbebegriffs die Rede. Zu Recht: Das Web 2.0 sorgt zunehmend dafür, dass Werbung sich nicht mehr nach Werbung anfühlt, sondern erstmals als tatsächlichen Mehrwert wahrgenommen wird.

 

 

VENT Marketing spricht in der Kolumne #honesttalk über neue Berufsbilder durch Neuausrichtung des Marketingbegriffs

Neue Berufsbilder als Folge der Neuorientierung von Marketing

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Was vor ein paar Jahrzehnten noch ein vermeintlich kleiner Unternehmenszweig war, ist heute zu einer riesigen Branche gewachsen. Eine Branche, die sich in unzählige Teilgebiete untergliedert und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Im beruflichen Kontext hat das zur Folge, dass sich seit Anfang der 2000er ein neues Berufsbild nach dem anderen auftut. Alle ähnlich, aber im Grunde völlig verschieden. Während Marketing in Unternehmen lange Zeit von ein bis zwei Personen abgedeckt wurde — oder werden musste —, gibt es heute ganze Abteilungen, die sich mit je einem Teilgebiet im Marketing befassen.

Trotz der zunehmenden Vielschichtigkeit und ständigen Neuausrichtung des Marketingbegriffs bleibt eine Sache unverändert: Die Annahme, dass jede:r, die oder der in seiner akademischen oder beruflichen Laufbahn zumindest mit dem Konzept Marketing in Berührung gekommen ist, auch im Stande sei, alle Teilgebiete gleichermaßen zu verstehen — ja sogar zu beherrschen. Ein Flyer hier, eine Imagekampagne oder Produktvideo da, nebenbei ein bisschen Social Media und Content.

Kompetenzen richtig und effektiv nutzen

 

Was dabei aber oft vergessen wird: All‘ die eben genannten — und weitere — Teilbereiche verlangen tiefgreifende Fähigkeiten und Kompetenzen. Kompetenzen, die sich auch die begabtesten Mitarbeiter:innen nicht einfach so ganz nebenbei aneignen können. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sich nicht nur der Oberbegriff, sondern auch die verschiedenen Teilbereiche ständig verändern.

Kurz gesagt: Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, gleichzeitig Grafikdesigner:in und Social Media Manager:in, E-Commerce Spezialist:in und Webentwickler:in, PR Berater:in und Performance Marketing Expert:in zu sein. Warum also noch immer darauf pochen, möglichst viele Kompetenzen in einer Person zu vereinen – und dabei auf Expertise zu verzichten –, anstatt auf Fachkräfte zu setzen, die ihren Bereich in- und auswendig kennen?

 

VENT Marketing erklärt in der neuen Kolumne #honesttalk, wie Kompetenzen richtig und effektiv genutzt werden

Fazit: Qualität statt Quantität von Kompetenzen

 

Schuster, bleib bei deinem Leisten heißt, wir sollten lieber die Finger von etwas lassen, von dem wir nichts verstehen. Im übertragenen Sinne bedeutet das, wer von Grafikdesign keine Ahnung hat, sollte in der Regel auch keine Flyer gestalten. Dabei geht es nicht darum, sich nicht kontinuierlich weiterzubilden und neue Kompetenzen erlernen zu dürfen. Es geht viel eher darum, sich auf einem bestimmten Gebiet weiterzubilden. Denn: Die Devise Qualität statt Quantität gilt auch für die Verteilung von Kompetenzen — insbesondere auf dem Gebiet Marketing und Werbung.

Ihnen fehlen dennoch die Mittel, um neue Fachkräfte einzustellen? Mit unserem Mietmarketing bringen wir uns und unsere Kompetenzen ganz gezielt in Ihrem Unternehmen ein. So helfen wir Ihnen nicht nur dabei, eine erfolgsorientierte Marketingstrategie aufzustellen, sondern auch kosteneffizient und zielgerichtet umzusetzen.

Mehr zu Marketing as a Service erfahren Sie hier.

 

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