Unsere Top 5 Digital Marketing Trends 2021

Die fünf wichtigsten Trends der digitalen Marketingwelt 2021

 

Auf Wiedersehen 2020. Selten fiel es uns so leicht, ein Jahr zu verabschieden. Und auch wenn wir die globale Pandemie mit dem Jahreswechsel längst nicht vollkommen hinter uns lassen können, bringt 2021 neue Hoffnung. Hoffnung auf bessere Zeiten und den schrittweisen Rückgewinn der Normalität. Die Pandemie hat im vergangenen Jahr keinen von uns verschont - weder auf privater noch auf beruflicher Ebene. Wir mussten nicht nur unsere alltäglichen Abläufe und Gewohnheiten an die neue Situation anpassen, sondern wurden auch dazu gezwungen unser Konsum- und Nutzungsverhalten zu überdenken. Der technische Fortschritt gepaart mit dem Heranwachsen einer neuen Generation führt zu einer neuen Ära des digitalen Marketings, die wir 2021 mit neuen Trends gebührend einleiten. Unsere Top 5 der wichtigsten Trends lesen Sie hier.

2021 sollten Unternehmen Haltung beziehen und relevante Themen wie Diversität und Inklusive bedienen

1. Diversität, Nachhaltigkeit und politische Haltung

 

Anders als oftmals eher banale Werbeslogans und -kampagnen der vergangenen Jahre vermuten lassen, funktionieren Humanität und Marketing längst nicht mehr nur getrennt voneinander. Ob #MeToo, Black Lives Matter oder Fridays for Future - Immer mehr Menschen legen Wert auf Diversität, Inklusion und politische Haltung. Die Generation Z, wie sozial- und umweltbewusst agierende Millenials gern genannt werden, hat genug von makellosen Gesichtern und längst überholten Standards. Stattdessen beschäftigt sich die neue Generation mit Themen wie soziale Gerechtigkeit, Religion und Gleichstellung, aber auch dem Umwelt- und Klimaschutz. Für Unternehmen heißt das: Haltung zeigen und sich zu Themen positionieren, die bewegen. Die größte Herausforderung dabei ist es, ehrliche Botschaften mit dem Streben nach einem wirklichen Wandel aufzustellen - die nicht früher oder später als leere Phrasen entlarvt werden können.

Wie politische Haltung funktionieren kann, zeigte 2020 der Sportartikelhersteller Nike im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung.

Entgegen vieler Vorhersagen bleiben die etablierten Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter weiter relevant

2. Die wichtigsten Social Media Plattformen für 2021

 

Spätestens mit dem enormen Hype um die chinesische Kurzvideoplattform TikTok im vergangenen Jahr wurden Stimmen laut, die den langsamen aber stetigen Untergang von Facebook, Twitter und Instagram prognostizierten. Instagram reagierte prompt darauf und lieferte im Sommer 2020 mit Instagram Reels ein Format, das nahezu vollständig auf dem Prinzip von Tiktok beruht. Und hier zeigt sich die eigentliche Entwicklung: Die großen sozialen Netzwerke besitzen die Kapazitäten, die Funktionen neuer Plattformen schnell und einfach zu adaptieren und die Konkurrenz so sukzessive auszuschalten - oder zumindest in Schach zu halten. Denn der große Vorteil von Instagram und Co. liegt nach wie vor darin, dass Influencer und Unternehmen ihre Inhalte in verschiedenen Formaten auf nur EINER Plattform verbreiten und so auf bequeme Weise eine höhere Reichweite erzielen können. Auch das längst totgesagte Facebook wird weiterhin bestehen bleiben. Der einfache Grund: Facebook ist das Monopol für Daten, was besonders für das Zielgruppentargeting von Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist. Anstatt sich auf neue Plattformen zu konzentrieren und die Social Media-Maßnahmen auf den etablierten Netzwerken abzubauen, sollte das Credo 2021 für Unternehmen also darin liegen, die Kommunikation auf Facebook, Instagram und Co. zu verstärken.

3. Dialogorientierte Inhalte für gegenseitigen Austausch

 

Wenn wir schon beim Thema Social Media sind: Einer der wohl wichtigsten Trends der vergangenen Jahre ist und bleibt der offene Dialog. Denn während sich klassische Medienformate wie TV, Radio und Print auf den Monolog stützen, liegt die Besonderheit von sozialen Netzwerken in der Möglichkeit, miteinander in Verbindung zu treten, sich zu verständigen und zu verstehen. Bedenken wir die Psychologie des Mediums, sollte der Kern der Inhalte also auf der klassischen menschlichen Kommunikation - dem Dialog - liegen. Wie bei allen Formaten gilt jedoch auch für Social Media Inhalte, dass Ausstrahlung nicht gleich Wahrnehmung ist. In der Praxis heißt das, Kontext zu relevanten Themen oder Inhalten herstellen, dann kommunizieren und anschließend wieder auf den Kontext eingehen, um Teil - im besten Fall sogar als Moderator - der Diskussion zu bleiben. Was wir also daraus mitnehmen können: Content ist - und bleibt - auch in 2021 der King.

Aufgrund von Corona gewann Podcasts und Newsletter im vergangenen Jahr an Relevanz und sind auch 2021 beliebte Medienformate.

4. Back to the roots mit klassischem Marketing

 

Vor dem Hintergrund der wachsenden Relevanz neuer Marketing- und Social Media-Trends erscheint die Überschrift durchaus paradox. Dennoch: Die neuen Umstände und damit verbunden die Zeit im eigenen Zuhause bieten vielen Menschen die Möglichkeit, Informationen in größeren Mengen zu konsumieren, als der Alltag bislang zuließ. Besonders hintergründige Informationen zu relevanten Themen sind gefragt, was dazu führt, dass Newsletter und Audioformate wie Podcasts oder Hörbücher wieder mehr an Relevanz gewinnen. In einer Umfrage unter Podcast-Hörer*innen in Deutschland gaben 46 Prozent der Befragten die Pandemie als Grund für die verstärkte Nutzung des Mediums an1. Auch die E-Mail-Nutzung stieg im Zuge von Corona um 40 Prozent an. Für Unternehmen bieten sich damit neue Möglichkeiten, um neue und „ältere“ Maßnahmen miteinander zu verknüpfen und so auch jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Auch 2021 bleiben virtuelle Events und Veranstaltungen über Zoom und Co. relevant

5. Remote - Eine neue Ära der Kommunikation?

 

Wenn 2020 auch nicht viel Gutes hatte, so bleibt am Ende wenigstens die Erkenntnis, dass unsere Art zu leben, zu arbeiten und zu wirken ohnehin längst zu überdenken war. Denn während wir jahrelang damit beschäftigt waren, immer und überall Herr der Lage zu sein, hat das vergangene Jahr uns und unserem ständigen Zwang nach Kontrolle den Boden unter den Füßen weggezogen. Ganz plötzlich, ohne große Vorankündigung. Die niederschlagende Erkenntnis: Es geht trotzdem. Meetings über Zoom, Produktionen im Remote-Modus - der Beginn einer neuen Ära?

Aus kommunikativer Sicht auf jeden Fall. Dank der nunmehr monatelangen Vorbereitung, die uns die Pandemie 2020 bescherte, können wir 2021 Interviews, Podcasts, Videos, Geschichten noch schneller und einfacher produzieren - ohne dafür quer durch Deutschland zu reisen oder in irgendeinem Konferenzraum mit schlechtem Kaffee und trockenen Keksen zu verharren.

Ein weiterer Vorteil von virtuellen Events: Die virtuelle Ausrichtung machte Veranstaltungen 2020 einem völlig neuen Publikum zugänglich, was eine höhere Teilnahme bei einem geringeren Kostenaufwand ermöglicht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei darin, das Engagement durch spannende Redner*innen, relevante Inhalte und einer guten Portion Spaß zu fördern. So bleiben Zoom Calls oder virtuelle Networking Events auch im Jahr 2021 (und darüber hinaus) ein erfolgsversprechender Weg, um mit aktuellen und potenziellen Partner*innen oder Kund*innen in Kontakt zu treten.

 

Hier zeigen wir, wie Unternehmen sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen können.

Wir ziehen ein abschließendes Fazit unter unserem Marketing Trendreport 2021

 

Was wir abschließend mitnehmen können ...

Die Pandemie hat die Art und Weise, wie wir Medien, Produkte oder Dienstleistungen nutzen und konsumieren enorm beeinflusst. Während wir Anfang des vergangenen Jahres noch hektisch von Termin zu Termin gerannt sind, wurden wir spätestens im Herbst zur Entschleunigung gezwungen. Obwohl - oder gerade weil - längst nicht abzusehen ist, wann und ob wir wieder zu einem "normalen" Alltag zurückfinden, müssen sich Unternehmen mehr denn je mit dem veränderten Nutzungsverhalten ihrer Kund*innen auseinandersetzen und sich zwingend die folgenden Fragen stellen:

Wie hat sich die Situation der Kund*innen verändert? Was sind die Bedürfnisse der Zielgruppe? Und wie kann eine Marke selbst authentisch, ehrlich und überzeugend sein?

 

 

________

1 https://lout.plus/Analysen/Podcast-Nutzung-zieht-weiter-an.html

2 https://emailmarketingblog.de/email-marketing/corona-krise-e-mail-nutzung-steigt-um-40/

Zurück

Cookie Einstellungen

Wir verwenden Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.

  • Standard
  • Analyse
  • Marketing
  • Google Services